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Weihnachtsgottesdienst 2025 von Daheim für Daheim aus Großalisch am 24. Dezember 2025
BIBELWORT:
Jesaja 52, 7 – 10
7. Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkünden, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!
8. Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und rühmen miteinander; denn alle Augen werden es sehen, wenn der Herr nach Zion zurückkehrt.
9. Seid fröhlich und rühmt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der Herr hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst.
10. Der Herr hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes.
Dieses Prophetenwort stammt aus einer mehr als 2 ½ Jahrtausende zurückliegenden Epoche. Diese Worte gehen auf einen Propheten zurück, der sich traut Gott als König zu bezeichnen und nicht die weltlichen Herrscher aus Babylon, wo das Volk Israel deportiert war. Die meisten Deportierten hatten sich allerdings in Babylon eingerichtet und ihre Hoffnung auf Rückkehr aufgegeben; zwischenzeitlich war eine neue Generation geboren, die das Land der Verheißung und die heilige Stadt Jerusalem gar nicht kannte. Doch dieser Prophet, der sich unter die Autorität des Jesaja stellt, erinnert das Volk Israel daran, dass es von Gott berufen worden war, Sein Volk zu sein. Dieser Prophet steckt voller Hoffnung und mit seiner Hoffnung will er auch die andern anstecken. Er hat – wie wir aus der Geschichte Israel wissen – mit seiner Hoffnung Recht behalten: im Jahr 538 v. Chr. erlaubte der Perserkönig Kyros dem Volk Israel die Heimkehr aus der Verbannung.
Einige hundert Jahre, nachdem dies Prophetenwort gesagt wurde, herrschten die Römer in Israel. Und es gab einige – die sich später Christen nennen sollten – welche dieses Prophetenwort sich erfüllen sahen und die sich ebenfalls weigerten den Kaiser aus Rom als Gott zu verehren. Und zwar in DEM, der zur Zeit des Kaisers Augustus geboren wurde und zur Zeit des Kaisers Tiberius in der damaligen Gesellschaft öffentlich auftrat; der der gekreuzigt wurde und dessen Grab nach drei Tagen leer vorgefunden wurde. Sein Auftreten und seine Botschaft beinhalteten: Frieden, Gutes, Heil.
Was für eine Relevanz hat dies Prophetenwort für die nachfolgenden Generationen bzw. für uns heute? Fakt ist, dass das Evangelium, die „frohe Botschaft“ auf der ganzen Welt Verbreitung gefunden hat. Sie hat die Enden der Erde erreicht, weil Menschen diese Botschaft ernst genommen haben. Darum gilt es bis heute die Botschaft weiter zu sagen: Gott ist zu den Menschen gekommen, ja, Gott ist Mensch geworden. Das ist Grund zu wahrer Freude.
Amen.
Stadtpfarrer Dr. Hans Bruno Fröhlich, Schäßburg